Donnerstag, 28. August 2008

Das Verhängnis mit dem Hütchen

Nach dem Camping-WE war es bitter nötig, mein Auto durch die Waschanlage zu schleusen....

Also nichts wie los...

Ich fahre zu einer Anlage mit Selbstbedienung. Es gibt 3 Waschstrassen und gleich der erste Anlauf ist gescheitert. Das Geld fiel durch und der Waschanlagenwart hat Stunden gebraucht, das Ding wieder funktionstüchtig zu machen *nerv*.

Also zur nächsten: beide waren besetzt. Während der eine sein Auto vorher mit Seife eingerieben hat, hat der andere nach dem Waschen sein Auto mit der nackten HAND nachpoliert. ...so dauert das Warten eine Ewigkeit...*nerv*.

Stunden später war ich dran. Als ich mich wieder auf dem Weg machte, höre ich nach 100m ein komisches gedämpftes Geräusch. Kommt das etwa von meinem Auto? Zur gleichen Zeit passieren Rollstuhlfahrer den Weg. Ich sehe nur ihre entsetzten großen Augen und Finger auf meinen Reifen gerichtet. Hilfe, was ist denn nun schon wieder? *nerv*

Letztlich hab ich beim Anfahren irgendwie ein Verkehrshütchen mitgenommen und hatte es im Radkasten stecken. LOL!!!! Klar, dass sich auch der Autofahrer hinter mir totgelacht hat, hatte aber Mitleid mit mir und mir geholfen, das Plastikhütchen von meinem Auto zu befreien;-)

Montag, 25. August 2008

Beaufort und Lac Monteynard

Eingeläutet wurde das Wochenende mit der Abschiedsfeier von Kathy, die leider wieder in ihre Heimat (USA) zurück muss. Ben hat netterweise das Haus seiner Mutter zur Verfügung gestellt. Toller grosser Garten mit Pool in La Tronche... Da hat sich das Hinradeln im strömenden Regen gelohnt. Zu essen gabs lecker Crepes und Grillfleisch.
Samstag war ich mit Karin und ihrem Besuch Rainer in Beaufort, dem Ort wo der gleichnamige leckere Käse herkommt. Nach der Besichtigung der Genossenschaftsbrauerei und Bewunderung der wagenradgroßen Laibe des Beaufort-Kuhmilchkäses haben wir uns mit Käse und Baguette eingedeckt und lecker an einem nahegelegenen See gepicknickt. Im Bilderbuchtal von Beaufort gibt es ebenso viele Kühe wie Einwohner. Wir haben die Rinderrasse mit hellbrauner Robe, die sog. "Tarine" mit breitem Lederhalsband samt schwerer Glocke live gesehen.

Am nächsten Tag hiess es früh aufstehen, denn ich musste um 9h30 die Fähre MIRA erwischen, um zusammen mit OPEN HOUSE den 13km Wanderrundweg um den Lac Monteynard anzutreten. Interessant waren die beiden Brücken bzw. Stege himalayennes (einzigartig in Europa), die es ermöglichen, zu Fuss durch den Drac und Ebron in 40m Höhe und 220m Länge zu gehen.

Dienstag, 19. August 2008

Camping in Cassis

Anika war zu Besuch. Wir kennen uns mindestens seitdem wir laufen koennen (gleiche Heimat) und haben auf der Schulbank um bessere Noten gewetteifert. Unsere Eltern: und welche Note hat Anika, welche hat Celia?? Wenn wir am WE mal nicht zusammen aus waren, hieß es, wo ist Anika bzw. wo ist Celia? :-)

Außerdem war Freitag Feiertag.
So waren wir zu zehnt (Sanny, Rahma, Jib, Wiebke, Ewa, Kathy, Ben, Benoit, Anika und ich) übers lange WE campen. Genauer in Cassis bei Marseille.

Reservieren ging nicht. Es hieß, wir bekommen einen Platz, wenn wir um 8h auf der Matte stehen. Also sind wir um 4h in der Frühe *gäähn* losgefahren.

Trotz Schlange stehen haben sogar einen Platz bekommen.

Zeltaufbau war nicht gerade einfach, da super windig und die Heringe nicht in den Steinboden wollten. Letztlich ist uns auch eine Stange gebrochen. Blöd, denn Zelt war nur geliehen. Grrr. Die Stange hat es dann bevorzugt, an meinem Auto langzuschraben, als wir weg waren....

Wellengang war entsprechend und hat mich jedes Mal umgehauen, wenn ich ins Wasser wollte...

Glück im Unglück gehabt, als ich jemanden im Kreisverkehr die Vorfahrt genommen habe und trotzdem nichts passiert ist... *drei Kreuze mach*

Ansonsten haben wir uns meist am Strand oder in einsameren Buchten oelen lassen und sind in dem schönen Naturschutzgebiet der Calanque gewandert. Den Abend beim Volleyball am Strand mit dem ein oder anderen Wein ausklingen lassen...

Montag, 11. August 2008

La Grave und Lac Pontet

Da uns am naechsten Tag noch die Arme wehtaten, haben Annette und ich am Sonntag einen Relaxausflug eingelegt.

Sind nach La Grave, einem kleinen Bergdorf (Naehe Deux Alpes, wo ich bereits Skifahren war) gefahren. Dort gings mit der Seilbahn auf den 3983 Meter hohen La Meije, um dort die Gletscherhöhlen zu besichtigen.
Später fuhren wir weiter zu einem Gebirgssee "Lac de Pontet". Der schmale Weg zum Parkplatz, von dem aus ein 10min. Fussmarsch zum See fuehrte, ging serpentinenartig den Berg hoch, so dass wir froh waren, dass uns kein Auto entgegengekommen ist.

Den Tag haben wir beim Sonnenuntergang auf der Bastille ausklingen lassen.

Kanufahren in der Ardèche

Samstag hiess es früh aufstehen! Um 5h45 (German time) machten wir uns zu zehnt auf dem Weg zum Kanufahren in die zwei Std. entfernte Schlucht der Ardèche. 28km in 6 Stunden wollen wir paddeln, die Alternative von nur 8km ist ja langweilig....

Mit fuenf Booten à 2 Leute ging es los. Annette (Informandin aus Toulouse, die zu Besuch bei mir war) und ich waren guter Dinge...Hatten aber zu kämpfen, da unser Boot nie geradeaus fahren wollte... Letztlich war es eher ein Wettrennen als eine Spasstour. Für Oliver scheinbar eine Spazierfahrt, so wie er Tempo vorlegte.

Dennoch hielten wir bis zur letzten Pause tapfer durch. Wenn uns Jens nicht auf einer Karte gezeigt haette, wieviel Strecke wir noch vor uns haben. Dummerweise setzten schon bald danach die Arm-Wehwehchen ein...

War nicht einfach fuer uns beiden Mädels, zumal wir die einzigen ohne Kerl im Boot waren. So hat unser Boot mit mach einer Ehrenrunde mit uns gemacht was es wollte und uns das letzte Stueck bis zum Ziel gequaelt. Da ich für die Heimfahrt alles andere als fahrtuechtig war, hat Karin das Steuer uebernommen. Die naechsten beiden Tage und Naechte habe ich Schmerztabletten und Asperin nehmen muessen. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal solche unerträglichen Schmerzen hatte.

Montag, 4. August 2008

Wanderung ins Mont Blanc Massiv

Der Sonntagsausflug ging zusammen mit Ali (Iraner), Adrian (Mexikaner) und Karin ins zwei Stunden entfernte Chamonix zum Mont Blanc. Plan war mit der Seil- oder Zahnradbahn zur hoechst moeglichen Station zu fahren. Seilbahn sollte 49 EUR kosten. Zahnradbahn 21 EUR.

Beides war den beiden Studenten zu teuer. Also haben Karin und ich uns nach einer 10min. Disskussion auf eine Wanderung von 870m Höhenunterschied in 2,5 Stunden eingelassen. Ali ueberraschte uns beim Picknick mit seinem superleckeren puerierten Kartoffelsalat, den wir kurz vorm Ziel bei einer wunderschönen mit Blumen geschmueckten Refuge verspeist haben. Der Weg führte weiter ums Bergmassiv zum "Mer de Glace", der groessten Gletscherzunge Frankreichs. An der Bergstation des Montenvers stiegen wir hinunter ins Gletschertal zur Gletscherhöhle.

Während Ali die ganze Zeit wie ein verrückter Paparazzi Fotos gemacht hat (bei ueber 500 Fotos wurde so ziemlich jede Minute festgehalten), ist mein morgentlicher Joggerbegleiter Adrian wie ein verrücktes Huhn von einem Stein zum anderen gesprungen:-) Ziemlich crazy die beiden.

pünktlichkeit wird en France klein geschrieben

Samstag sollte es mit der Sunny-Gruppe zum See Lac d´Aiguebelette (ca. 1 Std. von Grenoble) gehen. Sunny hat die Organisation uebernommen. Treffpunkt sollte erst um 11h sein, jedoch haben die Franzosen gestreikt. Viel zu früh! Also haben wir uns um 13h getroffen. Bis die letzten eingetrudelt waren, war es 13h30 und bis wir vor Ort waren und uns endlich geeinigt haben, zu welchem Strand wir fahren 15h. Compliqué! Sonst wars natuerlich super.

Ein Abend vorher habe ich ein paar Freunde zum Aperitif zu 21h30 eingeladen. Es war 22h30 als die ersten und 23h30 als die letzten kamen. C´est la vie en France!