Sonntag, 27. Juli 2008

Besuch von Wiebke

Am Donnerstag bekam ich Besuch aus Hamburg von Wiebke. Eine Freundin, ich zu Ausbildungszeiten durch die Mitfahrzentrale kennengelernt habe. Da Wiebke das volle Programm nur so liebt, war jeden Tag von morgens früh 7h bis in die Nacht Aktion angesagt! Gleich nach ihrer Ankunft am Donnerstag haben wir uns die Tour de France durch Grenoble nicht entgehen lassen.

Nach dem legendären Picknick auf der Bastille hab ich Wiebke mit ein paar frz. Trinkspezialitaeten (den brennenden Schnaps und den Tip´n´Top) in den Bars vertraut gemacht. Sie war natuerlich begeistert.

Freitag waren wir zum Lac de Crozet im Belledonne-Gebirge wandern. Puh, haben meine Reifen gestunken, als wir mit meinem Auto die letzten Meter auf dem unbefestigten Weg bis zum Ausgangspunkt unserer Wanderung hochgefahren sind. Der 1,5 stuendige steile Aufstieg hat sich gelohnt. Die Aussicht bei unserem Picknick am See war ein Traum, nur war es zum Baden ein bisschen zu kalt!!!

Sind nach der Wanderung ins gegenueberliegende Chartreuse-Gebirge gefahren nach St-Hilaire-du-Touvet, von wo aus es mit einer Drahtseilbahn (Funiclaire) steil empor ging, um die Paraglider beim Starten zu beobachten. Die Bahn bewältigt einen Höhenunterschied von 800m bis zur Hochfläche der Petites Roches. Abends haben wir Lise, eine Freundin aus Grenoble, mit einer Geburtstagsparty ueberrascht.

Den Tag später gings nach Chambery, wo wir uns um 9h30 mit Franck, unserem persoenlichen Guide, am Bhf treffen wollten. Ich hatte eine Woche vorher diesen Termin mit ihm ausgemacht. Leider waren wir zu spaet dran und konnten ihn telef. nicht erreichen (wieso hat der Kerl keine Handy und wieso hab ich die falsche Festnetznummer notiert?), so dass unser Date geplatzt ist. Im Endeffekt ist er nicht gekommen, weil das Wetter zum Baden seiner Meinung nach nicht so toll war. Fragezeichen?? Am Vormittag schien doch noch die Sonne? So haben wir uns die Stadt alleine angeschaut. Elefantenliebhaberin Wiebke war total begeistert von dem Wahrzeichen der Stadt, dem Elefantenbrunnen, bei dem vier Elefanten, aus einer Wand zu kommen scheinen. Am Nachmittag sind wir zum Baden an den See Lac de Bourget gefahren.

Abends haben wir bei Karin lecker thailaendisch gekocht und anschliessend den Tag bei einem Aperitif einer indischen Freundin, Niru, ausklingen lassen.

Sonntag, 20. Juli 2008

Wanderung zur Hütte "La Pra"

Von einem Bekannten habe ich erfahren, dass eine Organisation namens "OPEN HOUSE" eine Refuge-Tour, d.h. Wanderung zu einer Hütte mit Uebernachtung anbietet. Pas mal, dachten sich Karin und Celia, so dass wir uns angemeldet haben...

Samstag mittag war Treffpunkt in Uriage, von wo aus wir weiter zum Ausgangspunkt Chamrousse gefahren sind. Ich hatte echt geschwitzt, dass meine Tankfülling nicht mehr langt, so hoch wie der Verbrauch bergauf war, nicht Karin?

Traumhaft waren die vielen schönen Seen (z.B. les Lacs Robert), die wir passiert haben. Eine Tortur von einem staendigen Auf- und Ab ueber 5 km. Unser Guide Rebecca hat richtig Tempo vorgelegt, da wir spät dran waren und sie Sorge hatte, dass wir nicht rechtzeitig zum Abendessen in der Refuge ankommen. So hat sich die Gruppe gezweiteilt und wir hatten das Vergnuegen mit Rebecca Schritt zu halten *hechel hinterher*.

Auf der Refuge (2010m), die inmitten der Bergwelt von der Außenwelt voellig abgeschlossen lag, gab es ein leckeres frz. 4-Gaenge-Menue. Da es keine Elektrizitaet gab, lagen wir mit Einbruch der Dunkelheit im Dortoit (Schlafraum von 27 Betten!). Ach deshalb sollten wir Ohropax mitbringen. Dennoch raubten nicht nur mir die Schnarcher den verdienten Schlaf.

Mitzubringen war auch ein Schlafsack, den man sich auch auf der Hütte ausleihen könne, was Karin und ich vorgezogen haben. Viel zu viel Schlepperei, dachten wir uns. Vor Ort haben wir erfahren, was die Franzosen unter diesem Schlafsack verstehen. Ein einfaches Laken, in das man reinschluepfen kann :-) Man gut, dass wir nicht unsere Schlafsäcke mitgenommen haben...

Nach dem Frühstück und der obigatorischen Scheckzahlung (compliqué) haben wir uns in das Unwetter gestuerzt (Regen und Gewitter). 6 km in 4 Stunden. Nützt ja nix. Die Route ueber die glitschigen Steine war nicht ohne. Der Abstieg lies den Muskelkater in den Oberschenkeln spüren und letztlich hats dann auch gereicht. Keine Energie mehr.

Abenteuerlich wars!

Mittwoch, 16. Juli 2008

Nationalfeiertag in Frankreich

Am 14. Juli war Nationalfeiertag in Frankreich und somit hatte ich frei:-)

Dieser Tag der Feier der französischen Siege wurde in Grenobe mit einer Militärparade eingeläutet. Gleichzeitig aber auch ein populäres Volksfest mit einem gigantischen Feuerwerk, dem "feu d'artifice", welches wir am Turm des Parks Paul Ministral bei toller Hintergrundmusik und insgesamt vier Liederlaengen bestaunt haben!

Besuch von Sascha

Am WE war Sascha, mit dem ich einst zusammen Abi gemacht habe, zu Besuch. Mittlerweile kenn ich die Ankunfts- u. Abfahrtszeiten meiner Besucher in- und auswendig und die Wegbeschreibung aus dem FF, denn Easyjet ab Berlin machts sehr günstig möglich. Klappt auch prima, bis auf dass ich Montags morgens sehr früh aufstehen muss, um meinen Besuch zurück zum Busbfh zu bringen. Da ich anschließend zur Arbeit fahre und damit außergewöhnlich früh im Büro erscheine, kommt jedes Mal die Frage: Tu es tompé de ton lit?

Jedenfalls hab ich Sascha Freitag mittag von Bfh abgeholt, ihm meine Wohnung gezeigt, ihm Schlüssel und Stadtplan in die Hand gedrückt, um danach noch ein paar Dinge auf der Arbeit erledigen zu koennen. Am Abend haben wir auf der Bastille gepicknickt und unten im Stadtpark Freunde getroffen, mit denen wir später eine lateinamerikanische Bar gestürmt haben.

Am naechsten Tag haben wir uns beim Decathlon (supergeniales Sportgeschäft) bei Schnäppchenpreisen des soldes d´été eingedeckt und sind am Nachmittag nach Aix-les-Bains gedüst, da dort das Open-Air-Festival "Musilac" auf uns wartete. Die Karten habe ich vergünstigt über Siemens bekommen. Zahlen kann man jedoch nur mit Schecks. Ein Kollege hat mir netterweise einen ausgestellt. Hab mich anfangs gegen diese Zahlungsweise geweigert. Aber ich habe gelernt, dass man in Frankreich in manch Situationen ohne Scheck aufgeschmissen ist, so dass ich nicht drumrum kam, mir diese bei der Bank zu besorgen.

Superschön waren die vielen Stände auf dem Festivalgelände, wo ich mich natuerlich mit Schmuck und Kleidung eingedeckt habe. Leider fing es bald zu regnen an. Da es nicht mehr aufhörte und wir keine Regensachen dabei hatten, sind wir früher gegangen:-(

Sonntag sind wir in die Berge (Vercors) gefahren. Von der Besichtigung der berühmten Grottes de Choranches, ueber dem schönen Oertlichen St-Nizaire-en-Royans bis Pont-en-Royans, wo wir ein Wassermuseum besichtigt haben.


C´ était bien passé avec toi, Sascha!

Montag, 7. Juli 2008

Meine Eltern zu Besuch

Am Wochenende waren meine Eltern zu Besuch. Nach einer Serpentinen-Tour durch das Chartreuse-Gebirge bis zum Fort-St-Eynard haben wir am Abend bei toller Aussicht auf dem Mont Blanc in einem Restaurant auf der Bastille gegessen.

Annecy war wegen des beliebten Gebirgssees und der schönen Altstadt ein weiteres Ausflugsziel. Bei herrlichem Sonnenschein haben wir das Radeln und Baden entlang des Sees und Schlemmen und Schlendern in der Altstadt genossen.

Unterwegs waren wir auch auf der über 100-jährigen und 30 Kilometer langen Eisenbahnlinie der «Chemin de fer de la Mur» bei Grenoble. Gebaut wurde die Bahn einst für den Kohlentransport, jetzt dient sie ausschliesslich Touristen.

Als «schönste Eisenbahnlinie der Alpen» schlängelt sich die rote Bahn entlang den bewaldeten steilen Felswänden mit einem Blick auf den tiefblauen Monteynard See. Eigentlich sind es zwei Seen, beide stauen, der Eléctricité de France zu Diensten, den Fluss Le Drac.
Kurz vor der Endstation, La Mure, geht es mit der Bahn durch den sog. «Tunnel mystérieux»: Zwerge tanzen an den schwarzen Wänden, kämpfen gegen wilde Tiere, graben einen Stern aus, der danach den Stab einer Fee schmückt. Hübsch gemacht.

Rafting in St-Christoph-en-Oisans

RAFTEN waren wir letztens im 1,5 Std. entfernten St-Christopf-en-Oisans. Die Strömung war nicht ohne und das Wasser eisig kalt. An einem Wasserfall haben wir Halt gemacht und durften uns diesem so weit es unsere Kraft und unser Mut erlaubte, annähern. War nicht einfach das Gleichgewicht zu halten. Auch durften wir uns ein paar Meter mit der Strömung treiben lassen. Natuerlich alles mit Führer. Leider war der teure Spaß schon nach 40 min. vorbei;-(

Mittwoch, 2. Juli 2008

Faulenzen in Villard-de-Lan

Samstag waren wir mit meiner Sprachschule unterwegs. Angeboten wurde ein Ausflug in die Berge mit Picknick, wandern und baden. Jeder soll eine kulinarische Spezialität seines Heimatlandes mitbringen. Vielleicht keine schlechte Sache, dachten sich Karin und Celia.

Im Endeffekt haben wir es uns den ganzen Tag bei der Präsidenten der Alliance francaise zuhause, d.h. in Villard-de-Lan (ca. 1/2 Std. von Grenoble) gut gehen lassen. Im grossen Garten wurden die Mitbringsel auftischt, während mit leckerem Champagner und Wein angestossen wurde. Baden konnten wir im Pool, was wir natuerlich ausgenutzt haben.

Ich habe Mamas guten Krautsalat gemacht und mitgebracht. Man sehe jedoch die verwunderten Gesichter der Franzosen beim Anblick meines Salates: "Was ist das???" Die Franzosen kennen scheinbar keinen Krautsalat und vorallem so lecker angemacht wie meiner. Letztlich wollten alle das Rezept haben und die Sprachschule hat es sogar auf ihre Internetseite gestellt. Wer das Rezept haben will, hier der Link: http://www.alliancefr-grenoble.org/salade-de-chou-blanc-cPath46_180.html . Bon appetit!

Fussball im O´Callaghan

Natuerlich wurde auch in Grenoble waehrend der EM kraeftig mitgefiebert und jedesmal das O´Callaghan (Irish Pub) gestuermt. Fahnen- und T-shirt-technisch waren wir allerdings total schlecht ausgestattet. Es gab wirklich keinen Laden hier, wo man so was kaufen konnte. Unglaublich.

Zum Finale hat Karin noch eine belgische Fahne auf dem Markt auftreiben koennen, die sie extra umgenaeht hat. Leider hat sich die muehselige Arbeit nicht gelohnt. Nicht einmal ein Tor, wo wir haetten unsere Fahne so richtig durch die Luft wirbeln können;-(

Apero´s bei Sunny

Sunny, den ich im Frühjahr beim Skifahren kennengelernt habe, hat gleich zwei Mal zum Apéritif eingeladen, als seine Mutter aus Indien bei ihm in Grenoble zu Besuch war. Sie hat leckere indische Spezialitäten zubereitet- hmmm- und jedem Mädel zum Abschied ein Trägershirt geschenkt. Voll lieb!