Absoluter Highlight war die Schlucht von Verdon (Grand Canyon du Verdon). Nach 1,5
stündiger Anfahrt über zahlreiche Haarnadelkurven, wobei einem das Frühstück fast wieder hoch gekommen ist, haben wir die Point Sublime erreicht, wo aus wir die Aussicht genossen haben und anschliessend in die Schlucht abgestiegen sind. Sogar mein Wanderfreund Stefan war ganz guter Dinge- und das soll schon was heissen. Damit war sein Wanderpensum fürs Jahr natürlich ausgeschöpft:-) Am Flussbett angekommen führte der Weg weiter durch finstere Tunnel. Da wir keine Taschenlampen dabei hatten, mussten wir umkehren:-(Später sind wir die Route des Crêtes abgefahren, eine Höhenstrasse am Nordufer
des Verdon mit ganz vielen Aussichtspunkten. Fast schlecht ist mir geworden, als ich einigen Wahnsinnigen beim Klettern an der steilen Felswand zugeschaut habe. Und goldig waren die Ziegen am Straßenrand, die auch gedacht haben müssen "die Touris mit ihren Kamaras, spinnen total".Irgendwann sind wir an der Stelle angekommen, wo man noch einmal in die Schlucht absteigen konnte. Stefan und Reginald haben gestreikt. Melanie und ich haben des lieben Frieden Willens nachgegeben. Was am Ende auch gut war, denn dunkle Wolken zogen auf und wir wurden auf der Rückfahrt von bösem Unwetter mit Hagel erwischt. Eine Stunde lang sind wir durch prasselnden Regen und Hagel gefahren. Die Blitze waren überall- vor, hinter und neben uns.
Am selben Tag sind in der Schlucht zwei junge Deutsche mit Führer infolge des Unwetters ums Leben gekommen, als sie mit dem Kanu unterwegs waren und von einer drei Meter hohen Welle erwischt wurden. Gut, dass wir nicht Kanu gefahren sind.

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